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Klarheit über das Selbstbild.

Klarheit über das Selbstbild. •

Dank dem Bewusstheitsrad.

Das Bewusstheitsrad ist ein Feedback-Modell, das uns ermöglicht, Klarheit über unser Selbstbild zu erhalten. Wenn wir eine Situation, die wir vor längerer oder kürzerer Zeit erlebt haben, nach diesem Modell betrachten, können wir die unterschiedlichsten Dinge erkennen. Das Bewusstheitsrad eignet sich perfekt zur Steuerung von Gruppenprozessen. Es kann aber auch von Einzelpersonen in Einzelsituationen eingesetzt werden, um «Bewusstsein» zu schaffen.

Wahrnehmungen und Interpretationen lösen Gefühle aus

Das Bewusstheitsrad zeigt:

  1. Was unsere Sinne wahrnehmen.
  2. Wie wir die Daten interpretieren, die unsere Sinne liefern.
  3. Welche Gefühle (auch körperliche) dabei in uns ausgelöst werden.
  4. Welche Absichten, Wünsche oder Ziele wir an uns selbst oder an andere haben.
  5. Welche vergangenen oder aktuellen Handlungen daraus hervorgingen und welche zukünftigen Handlungen wir in Angriff nehmen sollten.

Die Wahrnehmung

  1. Wir ertasten etwas mit den Händen.
  2. Wir riechen etwas mit der Nase.
  3. Wir sehen etwas mit unseren Augen.
  4. Wir schmecken etwas im Mund.
  5. Wir hören etwas mit unseren Ohren.

Wenn wir das Bewusstheitsrad anwenden und uns das gegenseitig kommunizieren, können wir erleben, dass Wahrnehmungen oft mit Interpretationen verwechselt werden. Wir sagen zum Beispiel zu jemandem: «Du bist aggressiv!». Dabei haben wir lediglich eine laute Stimme wahrgenommen.

Der Unterschied zwischen Wahrnehmung und Interpretation

Ich sehe, dass du lächelst = Wahrnehmung
Du siehst traurig aus = Interpretation
Ich merke, dass du die Faust ballst = Wahrnehmung
Du hörst mir nicht zu = Interpretation
Ich habe gehört, wie du gesagt hast: «Das geht nicht!» = Wahrnehmung
Immer lehnst du alles ab = Interpretation

Interpretation

Das, was wir wahrnehmen, wird in der Regel analysiert und interpretiert. Das Ergebnis dieser Interpretation artet dann häufig in einen Vorwurf oder in eine Unterstellung aus. Ein Beispiel: «Dich interessiert überhaupt nicht, was ich sage!», ist ein Vorwurf, der in der Regel zu einer Eskalation führt. Habe ich das wirklich wahrgenommen? Vielleicht habe ich gesehen, dass mich mein Gesprächspartner nicht ansieht und während meiner Worte gegähnt hat. Wenn ich ihm also Feedback geben will, könnte ich ihm ja auch sagen: «Ich sehe, dass du gähnst und mich nicht anschaust. Ich überlege mir gerade, ob du mir zuhörst.»

Gefühle

Wenn wir uns im Gespräch mit anderen ärgern, liegt das häufig daran, das wir zuvor interpretiert haben. Die Wahrnehmung von Gefühlen ist im geschäftlichen Alltag nicht gefragt und wird daher unterdrückt. Wenn wir mehr auf die Hinweise achten, die unser Körper gibt, können wir uns selbst und andere besser wahrnehmen und unsere Gefühle besser kommunizieren.

Absicht

Absichten sind das, was wir möchten oder tun wollen. Sie können angenehm oder unangenehm sein und sind manchmal schwer zu bestimmen. Wenn wir unsere Absichten selbst erkennen und sie anschliessend auch kommunizieren, lösen sich viele Schwierigkeiten wie von selbst. Denn in den Absichten steckt oftmals auch der Lösungsansatz für Probleme. Viele haben schon erfahren, dass wir in Beziehungen Absichten haben. Meistens reden wir nicht darüber, erwarten aber vom Partner, dass er sie erfüllt. Wie sonst erklären sich sonst Vorwürfe, die voller Enttäuschung geäussert werden: «Wie lange kennst du mich eigentlich schon?» «Du solltest doch wissen, dass ...» Kommunizieren wir deshalb unsere Absichten und Wünsche, damit daraus Handlungen entstehen können.

Handlungen

Der Handlungsbereich des Bewusstheitsrades umfasst, was wir gerade tun, was wir soeben oder früher getan haben und was wir noch tun werden.

Das Bewusstheitsrad in der Praxis

Sie können mit dem Bewusstheitsrad eine Situation für sich allein analysieren oder das Modell im Dialog mit anderen Menschen benutzen und so praktizieren:

  1. Verschaffen Sie sich selbst «Bewusstheit», in dem Sie alle Schritte nutzen um eine Situation zu analysieren.
  2. Kommunizieren Sie mit Ihrem Gesprächspartner, in dem Sie alle Schritte anwenden.

Sie können mit Hilfe des Bewusstheitsrades in einer Gruppe intervenieren und eine blockierte Situation lösen.

  1. In mündlicher Form (Blitzlicht). Als moderierende Person geben Sie der Gruppe alle oder ausgewählte Schritte des Bewusstheitsrades vor: Wahrnehmungen, Interpretationen, Absichten. Jedes Gruppenmitglied (Sie inbegriffen) sagt zu jedem Schritt einen Satz. In der Regel werden die meisten Teilnehmenden konstruktive Absichten äussern und wünschen, dass weitergearbeitet wird. Diesem Wunsch schliessen sich die Konfliktparteien in den meisten Fällen an.
  2. In schriftlicher Form (Moderation an der Pinwand). Als moderierende Person visualisieren Sie der Gruppe alle oder ausgewählte Schritte des Bewusstheitsrades in Spaltenform als Überschriften an der Pinwand. Formulieren Sie diese Überschriften als Fragen.
    * Was habe ich wahrgenommen?
    * Wie lege ich das aus, wie interpretiere ich das? Wie geht es mir dabei?
    * Was wünsche ich mir jetzt?
    * Welche konkrete Handlung(en) schlage ich vor?

Jedes Gruppenmitglied (inklusive Moderator) beantwortet die Überschriften mit Karten (evtl. Kartenanzahl begrenzen) und pinnt die Karten unter den Überschriften. Aus den letzten beiden Schritten (Absichten und Handlungen) lässt sich jetzt mit der Gruppe leichter eine Vereinbarung über das weitere Vorgehen treffen.

Lassen Sie Ihre Mitarbeitenden die 5 Karten bewusst durchgehen

Legen Sie die Karten für jeden Schritt auf den Boden und lassen Sie die Teilnehmenden die 5 Karten anschliessend im wahrsten Sinne des Wortes durchgehen. Mit dem Ablaufen der Karten und dem bewussten Ablaufgespräch dazu ergibt sich eine starke Wahrnehmung: das Modell wird durch die Anwendung aktiv erlebt und geübt.

Buchtipp:

Gruppen moderieren von Gert Schilling

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