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Lernlandkarte Dynamic Facilitation - das Gewächshaus für neue Perspektiven

Lernlandkarte Dynamic Facilitation - das Gewächshaus für neue Perspektiven •

«Dynamic Facilitation» funktioniert ähnlich wie die Evolution: Neue Ideen, Perspektiven und Ansätze gedeihen oft ungeplant und überraschend.

Lernlandkarte Dynamic Facilitation - das Gewächshaus für neue Perspektiven


«Dynamic Facilitation» wurde in den 80er Jahren vom Berater Jim Rough entwickelt. Er arbeitete als Personalentwickler und Qualitätsberater in einem Sägewerk im Nordwesten der USA. Dabei stand er immer wieder vor vertrackten Situationen und unlösbar erscheinenden Konflikten. Alles, was er damals über Moderation und «Facilitation» wusste, schien nicht richtig zu funktionieren. So entwickelte er seine eigene Vorgehensweise, die sich von der klassischen Moderation zu unterscheiden begann.

Die klassische Moderation leitet dazu an, in linearen Schritten vorzugehen. Also zuerst das Problem zu beschreiben, dann die Ursachen zu analysieren und Lösungen zu suchen und zu guter Letzt, Entscheidungen zu treffen. Dieses Vorgehen verhindert, dass wir unseren Impulsen folgen, Querverbindungen sehen, unsere Intuition nutzen und kreativ sind.

Jim Rough entwickelte ein neues Vorgehen. Er berücksichtigte dabei, dass Menschen nicht linear, sondern sprunghaft denken. Durch eine Art «behütete Kreativität» funktioniert «Dynamic Facilitation» ähnlich wie ein Gewächshaus der Evolution: Neue Ideen, Perspektiven und Ansätze gedeihen in diesem Gewächshaus oftmals ungeplant, zu unvorhersehbaren Zeiten und auf eine nicht vorstellbare Art und Weise.


Zeit und Raum für persönliche Wahrheit

Die Aufgabe des «Dynamic Facilitators» ist es, Zeit und Raum für dieses «Gewächshaus» zu schaffen. Und den Teilnehmenden Möglichkeiten zu eröffnen, mit ihrer persönlichen Wahrheit in Kontakt zu kommen. Das geschieht vor allem bei Themen, welche die Teilnehmenden emotional im Griff haben oder von denen sie persönlich betroffen sind.

Das Herz von «Dynamic Facilitation» ist die Möglichkeit, in einer Gruppe nahezu gleichzeitig alle denkbaren Formulierungen der Teilnehmenden zu Problemen, Lösungen, Bedenken und Fragen im Blick zu haben und zu erörtern. Um bei einem vertrackten Thema einen sichtbaren Fortschritt zu erzielen, benötigt man in der Regel vier Meetings von je zwei bis drei Stunden sowie eine feste Teilnehmergruppe. Alternativ kann eine Gruppe auch 2 Tage am Stück einplanen. In diesem Fall spricht man von «Dynamic Facilitation Retreat».


Dynamic Facilitation: Planung

Vor einem Meeting ist es ratsam, den Kontext zu erörtern und dabei das gesamte relevante System einzubeziehen. Die Auftragsklärung mit den internen oder externen Kunden umfasst unter anderem Vereinbarungen zu Rolle, Zweck, Ziel, Ergebnis, Transfer und Follow-up.


Dynamic Facilitation: Durchführung

Nachdem sich die Teilnehmenden vorgestellt haben, erklärt der «Facilitator» seine Rolle:

  • Er wird jeder Person mit ungeteilter Aufmerksamkeit zuhören und spiegeln, was er gehört hat.
  • Er wird jeden Beitrag schriftlich dokumentieren.
  • Er wird den Raum für Kreativität bei Bedarf bewahren

Die Teilnehmenden sollen:

  • Sich selbst sein: ihre individuellen Beiträge sind entscheidend für den Prozess. Alles, was sie beizutragen haben, ist wichtig – auch wenn es im Moment im Vergleich mit anderen Beiträgen nicht zu passen scheint.
  • Ihre Gefühle einbeziehen: Alles, was wirklich zählt, ist mit Gefühlen verbunden.

Dann wird das Ziel des Meetings genannt und die Vorgehensweise erläutert. In dieser Phase ist es wichtig:

  • Alle Sichtweisen in den Raum zu holen und das ganze Bild zu sehen.
  • Unterschiedliche Sichtweisen zu begrüssen.
  • Kreativität zu bewahren, indem kritische Kommentare immer an den «Facilitator» gerichtet werden und nicht an einzelne Teilnehmende.


Dynamic Facilitation: Entleerung

Nun beginnt der «Facilitator», alle Beiträge nacheinander aufzunehmen. Er beschäftigt sich eingehend mit jeder einzelnen Person, stellt Fragen und wiederholt das Gesagte. In dieser Phase geht es darum, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich jede einzelne Person willkommen fühlt. Alle Beiträge werden durchnummeriert. So wird auf dem Papier alles sicht- und identifizierbar und alle fühlen sich gehört. Die Fülle an Ideen und Informationen führt allmählich weg vom Bekannten hin zum Unbekannten.


Dynamic Facilitation: Yuck

Die Yuck-Phase ist der Zeitpunkt, an dem alles, was die Teilnehmenden in Bezug auf das Thema schon vorher wussten und dachten, auf vier Listen steht. Aber noch keine Lösung greifbar ist: Diese Phase ist für die Teilnehmenden schwer auszuhalten. Der «Facilitator» unternimmt jedoch nichts, um die Gruppe zu retten, für Erleichterung zu sorgen oder um den Prozess zu beschleunigen. Irgendwann wird eine Person den Sprung in die nächste Phase einleiten, weil sie etwas sagt, das sachlich, inhaltlich oder emotional neu ist.


Dynamic Facilitation: Kreativer Flow

Sind die Teilnehmenden in der Yuck-Phase angesichts der Fülle widersprüchlicher Meinungen, Fragen, Daten und Fakten eher verwirrt, so beginnt nun ein kreatives und beschleunigtes Zusammentragen gemeinsamer Lösungs- und Umsetzungsideen.


Dynamic Facilitation: Verifizieren

Sobald eine Lösung gefunden wurde, sollte der «Facilitator» noch einmal die Ansichten festhalten, die alle Teilnehmenden teilen. Auf diese Weise kann der thematische Durchbruch verifiziert und bestätigt werden.


Buchtipp: Lernlandkarte Nr. 8: Dynamic Facilitation

In dieser Lernlandkarte finden Sie alle wichtigen Informationen, um sich mit «Dynamic Facilitation» vertraut zu machen und die Methode in der Praxis anzuwenden. Die Lernlandkarte vermittelt mit wenigen Worten und treffenden Illustrationen Inhalte und hilft, diese zu verinnerlichen.


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